
Was ist Tanz- und Bewegungstherapie (TBT)?
Tanz- und Bewegungstherapie ist eine körperorientierte Therapieform, die Bewegung als Sprache nutzt, denn oft drückt unser Körper aus, was sich mit Worten nur schwer beschreiben lässt. Durch achtsame Bewegung, Körperwahrnehmung, Atem und kreativen Ausdruck entstehen neue Zugänge zu den eigenen Gefühlen, Ressourcen und Bedürfnissen. Dabei geht es nicht um Tanzen im klassischen Sinn und es sind keine Vorkenntnisse nötig. TBT kann dabei unterstützen, Stress abzubauen, die Selbstwahrnehmung zu stärken, belastende Gefühle zu verarbeiten, sich mit kritischen inneren Stimmen auseinanderzusetzen und Klarheit für stimmige Entscheidungen zu gewinnen. So können neue Handlungsmöglichkeiten entstehen und mehr Lebendigkeit, Stabilität und innere Balance in den Alltag zurückkehren.
In meiner Praxis steht der Mensch mit seiner persönlichen Geschichte im Mittelpunkt. Der geschützte Einzelrahmen bietet Raum für individuelle Themen, Kreativität, persönliche Entwicklung und das Entdecken neuer Ausdrucks- und Handlungsmöglichkeiten. Die Therapie richtet sich dabei nach deinen Bedürfnissen, Ressourcen und deinem eigenen Tempo.
TBT kann sowohl begleitend zu einer Psychotherapie als auch unabhängig davon in Anspruch genommen werden. Sie bietet einen geschützten Raum, um sich selbst auf einer tieferen Ebene zu begegnen und neue Wege im Umgang mit den Herausforderungen des Lebens zu entdecken.
Die Tanz- und Bewegungstherapie ist eine von fünf Fachrichtungen der Kusttherapie.
Was zeichnet die TBT nach iac aus?
Die TBT am iac Zürich basiert auf der Prozesspsychologie nach Arnold Mindell und wurde von Madeleine Rhyner, der Gründerin des Ausbildungslehrgangs integriert.
Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass jeder Mensch weit mehr in sich trägt, als ihm im Moment bewusst zugänglich ist. Neben den vertrauten Seiten gibt es oft Anteile, die durch Erfahrungen, innere Kritiker oder alte Glaubenssätze in den Hintergrund geraten sind. Gerade dort können jedoch verborgene Ressourcen, neue Handlungsmöglichkeiten und Entwicklungspotenziale liegen.
Ein zentrales Arbeitsmodell ist das Grenzmodell. Es beschreibt den Übergang zwischen dem Bekannten und dem noch Unbekannten in uns. Dort begegnen wir häufig inneren Widerständen, aber auch neuen Möglichkeiten. Indem diese achtsam wahrgenommen und erforscht werden, können innere Prozesse besser verstanden und Schritt für Schritt integriert werden.
Die Therapie versteht Entwicklung nicht als das Beheben von Defiziten, sondern als das Entdecken und Entfalten dessen, was bereits im Menschen angelegt ist.
Dabei stehen deine Ressourcen, dein Wunsch nach Weiterentwicklung, dein eigenes Tempo und dein individueller Prozess im Mittelpunkt.
Methoden
In der Tanz- und Bewegungstherapie kommen vielfältige Methoden zum Einsatz:
-
Wahrnehmungskanäle & Kinesphärenarbeit
-
Aufstellungsarbeit
-
Körperbildarbeit & Bewegungsentfaltung
-
Bewegungsmantras & Spiegelarbeit
-
Atemübungen & Achtsamkeit in Bewegung
-
Authentic Movement
-
Case Circle
-
Arbeit mit Gefühlen, Emotionen & Gewaltfreie Kommunikation (GFK) im Körperbewusstsein
-
Embodiment & Laban Bewegungsfaktoren (Erleben von Polaritäten in der Bewegung)
-
Biografiearbeit & Glaubenssätzen
-
Symptomarbeit & Traumarbeit
-
Arbeit mit dem inneren Kind
-
Therapeutisches Escrima
-
Krafttier, Erlauber- & Hilfsfigurenarbeit
-
absichtslose Berührungen
-
Spannungsregulation (PMR)
-
Imaginations- & Körperreisen
-
bewegte Meditationen & Übungen zur Körperwahrnehmung
-
Entwicklung von Selbstregulationsstrategien
-
Übungen zur Regulation des Nervensystems
-
Gestaltung eines inneren & äußeren Safe Places
-
Integration von Naturelementen, Lebenszyklen & dem Lebesrad